AMBERG.MUSEUM

Mensch ärgere dich nicht®


Blick in den farbenfrohen Ausstellungsraum | Foto: Stadtmuseum Amberg

Josef Friedrich Schmidt wird am 24. November 1871 in Amberg geboren. Als Sohn des Vermessungsbeamten Friedrich Schmidt (1827 bis 1887) und seiner Frau Luise (1839 bis 1912) erblickt er in der Georgenstraße 63 (ehem. A178) das Licht der Welt. Nach der Heirat 1894 zieht er mit seiner Frau zuerst nach Würzburg, Anfang des 20.Jahrhunderts nach München.

1907 entwickelt Schmidt das Spiel in seiner winzigen Wohnung in München-Giesing. Damit er seinen drei lebhaften Söhnen einen spannenden Zeitvertreib verschaffen kann, zeichnet er ein Spielfeld in Kreuzform auf eine alte Hutschachtel. Nach älteren Vorbildern wie Pachisi, Eile mit Weile und Ludo kreiert er mit vereinfachten Regeln für Groß und Klein ein Rauswerfspiel.

Es wird zum Spiel der Gefühle. Der emotionale Titel „Mensch ärgere Dich nicht“ dürfte einen entscheidenden Beitrag zum späteren Erfolg geliefert haben. Die ersten Exemplare sind nur für Familie und Freunde gedacht. 1914 beginnt der erste Weltkrieg. Der Patriot Schmidt schickt 3000, in seiner Werkstatt produzierten Spiele, als Spende an die deutschen Lazarette. Er will damit verwundeten Frontsoldaten eine Freude bereiten. Das Spiel wird begeistert aufgenommen. 1916 meldet Schmidt ein Gewerbe als Spielefabrik J.F. Schmidt an. Am Anfang läuft der Verkauf schleppend.  

Nach Kriegsende 1918 machen die ehemaligen Soldaten das Spiel deutschlandweit bekannt. Bereits 1920 verkauft Schmidt mit großem Erfolg eine Million Spiele zum Preis von 35 Pfennig pro Stück. „Mensch ärgere Dich nicht“ wird zum beliebtesten Spiel der Deutschen. Bis heute sind mehr als 90 Millionen Exemplare verkauft worden.

In der Ausstellung wird die Geschichte dieses Spiels von den Anfängen bis heute nachgezeichnet. Zu sehen sind originale Spiele (1920 bis heute), aber auch Vorläufer, Nachahmungen sowie Beispiele aus Werbung, Film und Fernsehen.

Die Stadt Amberg hält seit dem 29. Juli 2017 den Weltrekord im „Mensch ärgere Dich nicht“-Spielen, 1718 Teilnehmer haben dabei mitgewirkt.

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