AMBERG.MUSEUM

Der "Krippenmeter"

  

Thema: Details, die zählen


Die Darstellung in der Krippe soll so authentisch wie möglich sein. Dabei spielt das Verhältnis der Figuren zum Umraum eine essentielle Rolle. Bevor der Bau der Krippe beginnt muss daher entschieden werden, welche Größe die Figuren später haben sollen, denn von diesem Maßstab wird dann bei der weiteren Gestaltung ausgegangen. Dem Krippenbauer bietet dabei der sogenannte "Krippenmeter" eine besondere Hilfestellung bzw. Orientierung. Aus der Tabelle kann für die gängigen Figurengrößen die jeweils passende Umrechnung realer Größenmaße wie z.B. von Stuhl-, Tisch-, Tür- oder Geschosshöhen abgelesen werden.

Im täglichen Leben besitzt ein herkömmlicher Stuhl eine Sitzhöhe von 46 cm, eine Tür vom Boden bis zum Türsturz ein Maß von 200 cm. In einer Krippe mit 10 cm großen Figuren würde dies umgerechnet bedeuten, dass der Stuhl eine Sitzhöhe von 2,7 cm und eine Tür eine Höhe von 11,76 cm besitzen muss. Geht man im Vergleich von einer Krippe mit deutlich größerem Maßstab aus, die bspw. 18 cm große Figuren umfasst, so würden die beschriebenen Maße der Sitzhöhe eines Stuhls bei knapp 6,5 cm und die Türhöhe bei 21,16 cm liegen.


Abbildung: Das richtige Größenverhältnis von Figuren zu Gebäude und Landschaft trägt zu einem harmonischen Gesamteindruck der Krippe bei.

Foto: Stadtmuseum Amberg | linke Krippe: Reinhard Heldmann | rechte Krippe: Pfarrer Markus Brunner

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